Unsere Philosophie

Problem: Der Bewegungsapparat ist in der Lage, sich an viele Veränderungen in der Statik anzupassen, wie zum Bespiel das Gehen an einem Hang. Auch wenn diese Veränderungen dauerhaft sind, versucht der Körper das auszugleichen. Das gelingt ihm in gewissen Grenzen, da alle Gelenke mehr oder weniger gegeneinander beweglich sind. Ausnahme bzw. Fixierungspunkt im Bewegungsapparat sind die Zähne! Hier verzahnen im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne miteinander im größtmöglichen Kontakt miteinander und fixieren so den Unterkiefer zum Oberkieferknochen. Entspricht die Verzahnung aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht (mehr) der natürlichen Situation (Zahnfehlstellungen, Zahnverluste, Kieferfehlstellungen/-entwicklungen), verschiebt die Verzahnung den Unterkiefer aus seiner „Nullposition“ in eine Zwangsposition. Die Kiefergelenke links und rechts müssen dabei folgen, ob sie wollen oder nicht! Die Zähne haben dann zwar so viel Kontakt wie möglich, der Unterkiefer und damit seine Gelenke sind aber aus der natürlichen Position verschoben. Dieses Verschieben geschieht in den allermeisten Fällen asymmetrisch nach hinten, das heißt die Gelenkköpfe (am Unterkieferknochen) werden mehr oder weniger stark in die Gelenkpfannen (am Schädel) gepreßt, und die Zähne treffen sich anders als von Natur aus gedacht, was verschiedene Folgen hat / haben kann:

  • die Zähne werden fehlbelastet:
    • Beschädigungen der Zähne (Risse, Brüche, übermäßige Abnutzung)
    • Bewegungen der Zähne im Knochen ->Knochenrückzug bis hin zum Zahnverlust (s.a. Zaunpfahl im Garten entfernen)
      • dadurch erhöhte Kariesanfälligkeit, Nischenbildung für Bakterien im Zahnhaltebereich (Parodontitis), es entsteht ein Kreislauf: Zahnverlust-erhöhte Belastung der Restzähne-weiterer Zahnverlust etc.pp
      • Folgen: Zahnschmerzen, Zahnverschiebungen, Abreiben-/Abbrechen von Zähnen, Zahnverluste
  • die Kiefergelenke werden fehlbelastet:
    • die Bindegewebsscheibe zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne (Diskus) wird gestaucht, verschoben (Gelenksknacken) und dadurch auf Dauer beschädigt oder sogar zerstört (Arthrose)
    • der Druck des verschobenen Kiefergelenks auf die normalerweise nicht belastete Rückwand der Gelenkskammer zu Durchblutungsstörungen des dahinter gelegenen Innenohrbereiches führen
    • Folgen: Gelenkreiben / -knacken, Schmerzen im Gelenkbereich, Ohrgeräusche (Rauschen, Pfeifen), Schwindelgefühle, Hörstörungen
  • die Muskulatur wird fehlbelastet:
    • es kommt zu einem Wechselspiel zwischen der angestrebten Nullposition der Kiefergelenke („alles nach vorne!“) und der maximal möglichen Verzahnung der Zähne (Zwangsbiß) („alle nach hinten!“), d.h. vor allem die Kaumuskulatur muß mehr als normal arbeiten, was zu übermäßiger Vergrößerung (Hypertrophie) und häufig zu Überlastungsschmerzen führt 
    • darüber hinaus werden zur Unterstützung ansonsten nicht beteiligte Muskeln aktiviert, die wiederum als Nebeneffekt andere Knochengelenke bewegen, d.h:
      • die Lage des Unterkiefers hat starke Auswirkungen auf die Position des gesamten Schädels auf der Wirbelsäule, welcher durch sein in Relation sehr hohes Gewicht teilweise sehr starke Kompensationsbewegungen in der Wirbelsäule auslösen kann, was wiederum zu Irritationen von Nerven im Bereich der Wirbelkörper führen kann und so Auswirkungen auf Organe haben kann
    • Folgen: Schmerzen im Wangen-/Ohrbereich, Spannungskopfschmerz, teilweise migräneartige Kopfschmerzen, Sehstörungen, Nacken- und Rückenschmerzen, in fortgeschrittenen Fällen Organreaktionen (z.B. Herzrhythmusstörungen)

Therapie:

Entkoppeln des Zwangsbisses über eine spezielle Aufbißschiene

  • dadurch stellt sich das Kiefergelenk wieder in seine entspannte „Nullposition“ ein
  • die Muskulatur entspannt sich
  • die Gelenke des Bewegungsapparates stellen sich, i.d.R. mit Hilfe eines entspr. manuellen Therapeuten (Physio-/ Osteopath / Chiropraktiker), wieder zurück

Die Symptome bessern sich oder verschwinden sogar.

Umbau des Gebisses, um auch ohne die Aufbißschiene dauerhaft eine natürliche Verzahnung in entspannter, natürlicher Kieferposition zu erreichen, dazu kann es nötig sein:

  • Zähne in Ihre eigentliche Position und Ausrichtung im Kiefer zu bewegen, dies geschieht mit Hilfe von Kieferorthopädischen Maßnahmen
  • Zähne in Ihrer Form zu verändern oder wiederherzustellen und /oder verlorene Zähne zu ersetzen; hierzu steht das gesamte Spektrum des Zahnersatzes mit Kronen, Brücken Prothesen und Implantaten zur Verfügung