Dr. Christian Paul

Im Gespräch mit Christian wollten wir von Concept4 Ihn etwas besser kennen lernen. Dabei hätten wir nicht gedacht, dass wir auch noch nach 35 Minuten gespannt den Worten des gebürtigen Hamburger zuhören. Hier das ganze etwas komprimiert, die Geschichte hinter dem Zahnarzt im Herzen von Rahden.

Erzähl uns was über deine Kindheit.
Geboren wurde ich 1977 in Hamburg. Dort war mein Vater in den letzten Zügen seines Examens. Seitdem ich denken kann, habe ich bereits viel Zeit in der Praxis meines Vaters verbracht. Andere in meinem Alter wollten Astronaut oder Feuerwehrmann werden, ich wollte Papas Praxis übernehmen und das habe ich dann auch gemacht. Seit 1946 gibt es unsere Praxis und ich darf Sie in dritter Generation leiten. 

… eigentlich bist du also ein Großstadtkind? 
Überhaupt nicht: Aufgewachsen bin ich in Rahden und hab dort auch die Grundschule besucht. Mein Abitur habe ich dann in Espelkamp gemacht und im Anschluß direkt in Münster studiert. Zwischendurch habe ich dann meinen Ersatzdienst als Gruppenführer beim  „Technischen Hilfswerk“ geleistet und hatte unter anderem einen Einsatz bei der ersten Oderflut. Während meiner Assistenzzeit in Berlin habe ich an der Charité unter Professor Freesmeyer (u.A. stellv. Kursleiter in der Studentenausbildung, Beauftragter für Notfallmedizin) gearbeitet. 

Wann hat es dich zurück aufs Land verschlagen? 
Das müsste 2005 gewesen sein, da bin ich dann mit in den Praxisbetrieb meines Vaters eingestiegen. Nach 3 Jahren habe ich die Praxis dann komplett übernommen. 

Da gab es das Ärztehaus noch gar nicht, oder? 
Nein, aber es gab schon erste Planungen zum Umzug. Unsere Praxis befand sich damals an der Bachstraße, leider mussten wir diese dann aus privaten Gründen schließen. Anschließend habe ich 2 Jahre eine Angestelltentätigkeit ausgeübt. 

Seit wann gibt es denn die Praxis am jetzigen Standort? 
Im April 2018 haben wir unsere Wiedereröffnung gefeiert. Im neuen Gesundheitszentrum in Rahden gibt es uns seitdem in einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft mit Antoine De Jonckheere aus Kirchlengern. 

Was zeichnet dich in deinem Beruf besonders aus? 
Das ist jetzt gar nicht so leicht, aber ich denke meine Bereitschaft Menschen helfen zu wollen. Ich möchte keinem meiner Patienten irgendwelche teuren Implantate andrehen um Folgen von beispielsweise Fehlstellungen zu beheben. Mich interessiert die Ursache des Problems und diese möchte ich schnellstmöglich finden um dann weitere Schäden am Körper zu verhindern. Dank mehrerer Fortbildungen im Bereich: Parodontologie, Implantologie, CMD-Therapie und Kieferorthopädie kann ich auch ein wenig über meinen rein „zahnmedizinischen Bereich“ hinausschauen und meine Hilfe anbieten. 

Was machst du neben deinem Beruf, also privat?
Bis vor einiger Zeit habe ich über 20 Jahre lang  ehrenamtlich meine Hilfe als Notfallmediziner im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz eingebracht. Das ist mir aber aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr möglich. Heute verbringe ich meine Freizeit gerne mit meinen beiden Kindern, meiner Lebensgefährtin und ihrem Sohn. In der übrigen Zeit spiele ich als Schlagzeuger bei der Lübbecker Band No Mercy, gehe gerne segeln und engagiere mich etwas im Schützenverein.

Ein abschließender Satz?
Man wächst mit seinen Aufgaben 😉